23. Februar 2016

Rita Rohlfing – Das Virtuelle im Konkreten

Kunstforum International, 2015,  S. 334-335  >> Artikel anschauen
Clemens Sels Museum, 13.9.2015 – 10.1.2016

Sabine Elsa Müller

Bei klarem Himmel ist das Farbenspiel spektakulär, das sich in einem schmalen Fenstersegment des Clemens Sels Museums entfaltet. Unterschiedliche, intensiv aufglühende Rottöne werden von einem strahlenden, aber dennoch sehr sanften, hellen Grün in schönstem Komplementärkontrast angeheizt, in dem sich der Rasen als Bestandteil einer Rauminstallation wichtigmacht. Sobald erste Sonnenstrahlen die Arbeit „ANSCHEINEND“ im Gartensaal des Museums durchdringen, wird die Intensität der Farben und ihres unsteten Wechsels noch einmal gesteigert. … >> weiterlesen


Das Virtuelle im Konkreten

Bettina Zeman >> english translation

Für die Ausstellung „Das Virtuelle im Konkreten“ hat sich Rita Rohlfing eingehend mit den Räumlichkeiten des Clemens Sels Museums Neuss auseinandergesetzt. Von den architektonischen Gegebenheiten ließ sie sich zu einem ortsspezifischen Konzept inspirieren, das sowohl eine Installation im Gartensaal als auch eine Projektion im Foyer und ausgewählte Acrylglasobjekte, Wandarbeiten und Fotografien umfasst. Durch das wohlkalkulierte Zusammenspiel ihrer Werke wirkt die Künstlerin der architektonischen Strenge, der Schwere und der Abgeschlossenheit des Deilmann-Baus aus den 1970er-Jahren sehr eindrücklich entgegen zugunsten von Leichtigkeit, Flüchtigkeit und Tiefenräumlichkeit. … >> weiterlesen


ARBEITEN MIT FOTOGRAFIE

Peter Lodermeyer >> english translation

I. Das Setting könnte kaum einfacher sein, der Effekt kaum komplexer. Die ortsspezifische Arbeit, die Rita Rohlfing als Entrée zu ihrer Ausstellung „Das Virtuelle im Konkreten“ im Clemens Sels Museum Neuss installiert hat, besticht durch die Schlichtheit ihres Arrangements und die durchschlagende Wirkung, die sie damit erzielt. Als eine Künstlerin, für die Räume und Raumerlebnisse zum wesentlichen Bestandteil ihrer künstlerischen … >> weiterlesen


Rita Rohlfing – reflection

Sabine Elsa Müller >> english translation

Hoch über der Brenz thront Schloss Hellenstein, eine trutzige Anlage, mehr Festung als Schloss, weithin sichtbares Sinnbild die Zeiten überdauernder Standfestigkeit über Jahrhunderte hinweg. Hoch über der Brenz ragen sechs monumentale Edelstahlplatten aus der grasbewachsenen Hangschulter, einen Steinwurf vom Schloss entfernt.  … >> weiterlesen


RITA ROHLFINGS RAUMWUNDER

Gabriele Uelsberg, Direktorin Rheinisches Landesmuseum Bonn >> english translation

Die Künstlerin Rita Rohlfing macht es keinem Betrachter und keinem Interpreten leicht, ihre künstlerische Zielsetzung einer Gattung zuzuordnen. 
Sie ist eine leidenschaftliche Malerin, die sich auf die Auseinandersetzung mit Farbe einlässt, sie malt und doch entstehen keine Gemälde im klassischen Verständnis.
 Sie ist Bildhauerin, die monumentale Skulpturen erschafft, die jedoch … >> weiterlesen


 

Rita Rohlfing – AMBIVALENZ

Ehemalige Reichsabtei Aachen-Kornelimünster – Maria Engels

Mit dem Ankauf des Werkes R.o.T. von 1998 ist Rita Rohlfing im Jahr 2001 vom damaligen Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport gefördert worden. Sie gehört – wie alle Künstlerinnen und Künstler, denen in der Landeseinrichtung „Kunst aus Nordrhein-Westfalen“ in der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Kornelimünster Ausstellungen widmet , zu dem Kreis von Kunstschaffenden im Land, deren besonders herausragende Begabung von der Landesregierung gefördert worden ist. … >> weiterlesen


Das Virtuelle im Konkreten

Zu der Installation Farbraum von Rita Rohlfing – Klaus Flemming >> english translation

Größte Realität erzeugt größte Irrealität.
Max Bill

Ein Kubus im Raum; klar definiert steht er da: Die knapp drei Meter messende Stirnseite bietet sich dem Eintretenden dar, gut vier Meter gilt es in Längsrichtung abzuschreiten, und mit über drei Metern Gesamthöhe erreicht er veritable Realraumdimensionen und nötigt zum bezugnehmenden Hochschauen.

Die konkreten Raumdeterminanten hat der Umschreitende rasch erfasst. Aluminiumprofile bilden die Waagerechten und Senkrechten der Kanten und gliedern zusätzlich die Seitenflächen in Gefache – drei auf den langen und zwei auf den kurzen Seiten. … >> weiterlesen

 


Rita Rohlfing – Lufttöne, 1999

Installation im Kunstmuseum in Mülheim an der Ruhr

Gabriele Uelsberg

Im Jahr 1999 hat Rita Rohlfing im Wechselausstellungsraum des Gebäudes der Alten Post, in dem das Kunstmuseum der Stadt Mülheim an der Ruhr beherbergt ist, eine Installation realisiert, die den 16m tiefen und 12m breiten Raum in einer lichten Höhe von fast 5m dominierte. Rita Rohlfing besetzte mit ihrer Installation den Raum als Kontinuum und gestaltete ihn zu einem Farbkörper. Sie entwickelte für diesen Raum im Sinne ihrer künstlerischen Gesamtkonzeption, die sich kontinuierlich vom Raumbild zur Skulptur erweitert, ein dreidimensionales begehbares Raumbild mit dem Titel „Lufttöne“. … >> weiterlesen


Rita Rohlfing – Farbraumskulpturen

Gabriele Uelsberg >> english translation

„Wenn alles gut geht, machen wir aus dem Universum, das ja unvorstellbar sein soll und gekrümmt, ganz einfach eine Leinwand. Eine mit Ecken und Farbe darauf. Und wir schauen sie an und sagen: ‘Ja’“1

Der alleinige Wunsch, die Unbegreiflichkeit von Raum und Universum in das planemetrische System eines Leinwandbildes zu setzen, ist für die Künstlerin Rita Rohlfing schon lange nicht mehr ausreichend. Nachdem sie die Wertigkeiten des klassischen Tafelbildes in ihren Bildern bis an die Grenzen geführt hat, … >> weiterlesen

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