7. April 2019

Rita Rohlfing erhält Leo-Breuer-Förderpreis

Die Kölnerin Rita Rohlfing ist die Preisträgerin des zehnten Leo-Breuer-Förderpreises

Der Landschaftsverband Rheinland, vertreten durch das LVR-LandesMuseum Bonn, in Kooperation mit der Familie Leo Breuer und der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung in Bonn, haben die Kölner Künstlerin Rita Rohlfing zur diesjährigen Leo Breuer-Preisträgerin gewählt.

Die Gesellschaft für Kunst und Gestaltung wird ab dem 20. September 2018 aus Anlass der Preisverleihung eine Einzelausstellung mit Rita Rohlfing zeigen. Die Preisübergabe findet am 21. September im LVR-LandesMuseum Bonn statt.

Die Jury des Preises – Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseums Bonn, Prof. Andreas Denk, Vorsitzender der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, Lutz Fritsch, Künstler und Leo Breuer-Preisträger 2014, Jacques Breuer, Sohn von Leo Breuer, sowie Dr. Alexandra Käss, LVR-LandesMuseum Bonn – hat aus 210 künstlerischen Bewerbungen aus ganz Deutschland und mehreren europäischen Ländern die diesjährige Preisträgerin ermittelt.

Der Leo Breuer-Förderpreis wird 2018 zum zehnten Mal vergeben. Er erinnert an den Bonner Künstler Leo Breuer (1893–1975) als einen der wichtigsten rheinischen Künstler des 20. Jahrhunderts mit internationaler Ausstrahlung. Leo Breuer war ein großer Netzwerker, dessen Meinung gerade von jungen Künstlerkollegen hoch geschätzt wurde. Er war jahrelang im Vorstand einer der wichtigsten französischen Künstlergruppen, der Réalités Nouvelles, und hatte immer ein offenes Ohr für junge Künstler und deren Suche nach einem eigenen Weg und nach neuen Formen des Ausdrucks. Der Preis wird an Künstlerinnen und Künstler verliehen, die – wie Leo Breuer selbst – auf der Basis von konstruktiven gestalterischen Grundsätzen neue Formate entwickeln und in ihrer künstlerischen Präzision kontinuierlich ihren Weg verfolgen.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre am Geburtstag Leo Breuers, dem 21. September, verliehen. Die einstimmige Entscheidung der Jury ehrt mit Rita Rohlfing in diesem Jahr eine Künstlerin, die mit Malerei, raumgreifenden Installationen, Objektarbeiten, Skulpturen und Fotografien die Thematik der konstruktiven Kunst konsequent weiterentwickelt hat. Fläche, Raum, Farbe und Licht sind dabei stets entscheidende Komponenten, die Rohlfing für den Betrachter immer wieder zu verändern versteht. Dabei überschreitet die Künstlerin fortwährend Gattungsgrenzen und verwischt die Schnittstellen von Malerei, Skulptur und Installation.

Oft offenbart sich das Ausmaß ihrer Werke erst, wenn der Betrachter diese umschreitet oder seinen Standort vor dem Objekt verändert, sodass die sich wandelnde Perspektive für Rita Rohlfing elementarer Bestandteil der Werkgenese ist. Die Künstlerin versteht es, sich auf die individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Ausstellungsräume einzulassen und mit einfachen Mitteln Raumerlebnisse zu entwickeln, die mit diffusen Farbklängen und klaren geometrischen Formen erfahrbar werden.

Die Jury zeigte sich beeindruckt von einer konsequent über Jahre verfolgten künstlerischen Idee, die sich immer wieder neu artikuliert. So hat Rohlfing sich im Umfeld der konstruktiven Kunst eine eigenständige künstlerische Position geschaffen, die mit der Auszeichnung als Leo Breuer-Preisträgerin gewürdigt wird.

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